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10
Mio. Stollen
Weihnachten im Backwaren-Unternehmen
Was
gehört auf jeden Fall an Speisen und Getränken zur deutschen
Weihnacht? Richtig Glühwein und Stollen. Wissen Sie
aber auch, warum der Stollen immer eine bestimmte Form hat und
mit Puderzucker bestäubt ist? Dies und mehr verrät der
nachfolgende Beitrag über dieses urdeutsche Weihnachtsgebäck.
Die
erste urkundliche Erwähnung des Stollenbackens gibt es 1329
in Naumburg an der Saale. Dort bereiteten die Bäcker dem
Bischof Heinrich zwei lange Weihnachtsstollen. In Dresden verfolgten
Historiker die Tradition des Stollenbackens bis in das Jahr 1400
zurück.
Kurfürst Ernst von Sachsen und sein Bruder Albrecht konnten
den Papst erweichen, das Butterverbot außer
Kraft zu setzen. Dieser schickte ein als Butterbrief
bekanntes Schreiben, dass mit gutem Gewissen und Gottes Segen
auch Milch und Butter verwendet werden können, wenn dabei
ein angemessenes Bußgeld entrichtet würde. Das war
im Jahr 1474, in dem auch der berühmte Dresdner Striezelmarkt
erstmals urkundlich erwähnt wurde.
In der Geschichte des Dresdner Christstollens haben auch religiöse
Gesichtspunkte ihren Einfluss ausgeübt. So deutet die Formgebung
des gerollten Stollens auf das in Windeln gewickelte und in einer
Krippe liegende Christuskind hin.
Wie bei so vielen Rezepturen hat auch beim Stollen jeder Bäckermeister
sein eigenes kleines Geheimrezept, was durch viele
Generationen vererbt wurde. Die Herstellung von Stollen bzw. Stollenteig
ist nicht einfach und erfordert Berufserfahrung. Darüber
hinaus ist das Stollenbacken material- und zeitaufwendig.
Christstollen nach Dresdner Art enthalten Zitronat, Orangeat,
Rosinen und eine Gewürzmischung aus Kardamom, Nelken, Anis
sowie Koriander. Immer mehr setzen sich jedoch vielfältige
Geschmacksvarianten durch.
Ein gutes Beispiel dafür ist das Unternehmen Kuchenmeister
in Soest. Seit mehr als hundert Jahren ist das Familienunternehmen
dem Konditorhandwerk verbunden. Der Beruf des Konditors und Bäckers
ist dort auch heute die Basis für industrielle Produktion
im großen Stil. Aus den Anfängen einer kleinen Konditorei
in der Innenstadt hat sich Kuchenmeister heute zum Hersteller
mit einer Produktionsfläche von über 30.000 m2 an verschiedenen
Standorten entwickelt.
Traditionelle Rezepturen wurden im Laufe der Jahre dem heutigen
technischen Stand der Herstellung angepasst. Besonders wichtig
war dem Soester Unternehmen immer eine erstklassige Produktqualität.
Dies ist letztendlich auch der Grund dafür, dass man mit
einer Produktion von mehr als 10 Millionen Stollen der größte
Hersteller Deutschlands ist. Von Soest aus wird der Stollen in
die ganze Welt verschickt und zählt dort zu den typischen
deutschen Weihnachtsprodukten. Das Sortiment reicht von den klassischen
Christstollen bis hin zu innovativen Produkten wie dem Bratapfel-Marzipan-Stollen
oder dem Mandel-Krokant-Stollen.
Der Trend geht nach Aussagen des Unternehmens Kuchenmeister weg
von der typischen Dresdner-Stollen-Rezeptur, hin zu immer saftigeren
Produkten.
Alle eindruck-Leserinnen und -Leser, die am Tag der offenen Tür
am 12. Dezember die Mediengruppe Blömeke besuchen, können
nicht nur ihren Baum wahr werden lassen, sondern auch
eines der Produkte aus dem Hause Kuchenmeister frisch probieren
natürlich zusammen mit einer Tasse Glühwein.
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