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Verrückt?
Machmal!
Lecker? Immer !
Das Verrückteste
im Pott das Kreativste aufn Teller das
Motto auf Frank Rosins Speisekarte ist Programm. Mit Tradition
hat seine Küche wenig zu tun, dafür viel mit Phantasie
und noch mehr mit Lust.
Denn sein Beruf, das ist für ihn viel mehr als ein Job:
Kochen, das ist für ihn Spaß und Leidenschaft. Nur
die besten und frischesten Zutaten kommen ihm in seine Küche,
daraus zaubert er täglich neu die ausgefallensten Kreationen.
Frank Rosin ist einer der Jungen Wilden einer
Gruppe von rund 20 jungen Köchen, die Koch-Patriarchen gern
mal den Staub von der Jacke pustet.
Gelernt hat er sein Handwerk in Gelsenkirchen-Buer, wechselte
danach an die Engelsburg in Recklinghausen. Weitere Stationen
seiner Karriere waren Sylt, Wangerooge, die Kreuzfahrt-Segelyacht
Sea Cloud und das Ritz-Carlton-Hotel im südkalifornischen
Laguna Niguel. Mit 24 Jahren dann der große Sprung: Das
eigene Lokal.
Sein Restaurant Rosin befindet sich in Dorsten-Wulfen.
Von außen deutet wenig darauf hin, dass dort einer der besten
Köche Deutschlands hinter dem Herd steht.
Ein Abend im Restaurant Rosin, das ist ein Fest für
alle Sinne. Die Dekoration ist angenehm, der Service ist freundlich,
aufmerksam und dabei doch niemals steif. Und der Patron
höchstselbst kommt an den Tisch, um seine Gäste zu begrüßen
und über das Menü zu beraten. Zwischendurch schaukelt
er kurz Töchterchen Johanna auf dem Arm, bevor er wieder
in Richtung Herd entschwindet. Hier fühlt sich der Gast tatsächlich
als Gast im besten Sinne des Wortes. Eine feste
Speisekarte gibt es im Hause Rosin nicht dafür aber
einen Menüvorschlag mit einer passenden Weinauswahl, individuell
für jeden Gast.
Drei bis fünf Hauptgerichte und ebenso viele verschiedene
Vorspeisen hat der Koch mit seinem Team stets in petto, mit denen
er variieren kann. So unverkrampft das Restaurant daherkommt,
so sorgfältig ist Frank
Rosin, was die Zubereitung seiner Speisen angeht: Alles
muss top sein, doch erst die Kombination der einzelnen Gerichte
und die Präsentation machen das Besondere aus.
Da kommt der Tee von der Strauchtomate und Bressepoularde
tatsächlich im kleinen Tässchen daher und wird mit den
separat im Teebeutel gereichten Kräutern aromatisiert; da
heißt der obligatorische Gruß aus der Küche
viel versprechend Kleiner Schmackofatz und bietet
unter anderem ein Coq au vin im Strudelteig-Förmchen
oder einen kleinen Salat, der im Joghurt
becher serviert wird; da werden Spanferkelbäckchen mit Chorizo-Salat,
Risottocreme und Portweinbirne kombiniert und die Auswahl französischer
Rohmilchkäse wird mit einer hausgemachten Feigenmarmelade
serviert. Und die zum abschließenden Espresso gereichten,
ebenfalls hausgemachten Pralinen und Patisserien lassen so manch
einen Gast wünschen, zuvor auf den einen oder anderen Gang
verzichtet zu haben. Mit rund 100 Euro schlägt so ein achtgängiges
Menü bei Frank Rosin zu Buche inklusive Wein.
Wer dem Meister mal über die Schulter schauen will, der ist
bei dessen Topfgucker-Seminaren an der richtigen Adresse.
Mit gucken allein ist es dabei aber nicht getan: Die
Leute müssen richtig mit anpacken, so Frank Rosin.
Buchen kann man ihn auch für Kochkurse in den eigenen vier
Wänden oder für Events in ganz besonderem Rahmen.
Bekannt wurde der 35-jährige bekennende Schalke-Fan auch
durch seine rege TV-Präsenz: So kochte er in der Aktuellen
Stunde des WDR und hatte eigene Kochsendungen bei RTL, SAT
1, N-TV und DSF. Auch das Schalke-Kochbuch stammt aus seiner Feder.
Doch das Wort vom Promi-Koch, das hört Frank Rosin nicht
gern. Das sind Etiketten, die die Medien vergeben.
Richtig stolz dagegen ist er auf einen Titel, mit dem er sich
seit neuestem schmücken kann: Jüngst wurde er zum Aufsteiger
des Jahres gekürt.
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