Under down under

Die Insel Tasmanien ist der kleinste Bundesstaat Australiens. Trotzdem sollte man vor einer Reise dorthin alles vergessen, was man mit Australien in Verbindung bringt. Die Insel liegt abseits der Touristenströme, alles ist geruhsamer, und das Klima ähnelt eher unserem in Westeuropa. Auch die typische rote Erde sucht man hier vergeblich.
Sabine Ewald – Mitarbeiterin der Mediengruppe Blömeke – hatte die Gelegenheit, Australiens „grüne Insel“ Tasmanien zu erleben. Ihre Schilderungen beschreiben diese „Welt im Miniaturformat“.
Beruflich engagiert sich Sabine Ewald in der Mediengruppe Blömeke für die Montage des Herner Wochenblattes. Darüber hinaus arbeitet sie im Korrektorat und in der digitalen Plattenerstellung. Privat ist sie am liebsten unterwegs – und zwar abseits ausgetretener Touristenpfade in exotischen Gegenden der Welt. Besonders angetan war sie von einem ihrer Reiseziele: Tasmanien.

„Tasmanien zeigt die Schönheiten der ganzen Welt im Miniaturformat“, so Sabine Ewald, die 19 Tage lang die Zeit hatte, Tasmanien kennen zu lernen. „Kurz vor der Antarktis vereinen sich auf einer Fläche, die ungefähr der Größe Bayerns entspricht, fast alle landschaftlichen Schönheiten der Erde: nahezu unberührte und unerschlossene Wildnis, Berge und Seen der Nationalparks, spektakuläre Küstenlandschaften, Weinanbaugebiete, lange Traumstrände usw.“
Auch seltene australische Tiere wie der Echidna (Schnabeligel) oder das Platypus (Schnabeltier) sind in freier Natur zu sehen. Selbst tasmanische Teufel und Wombats sind mit etwas Glück zu beobachten.

Tasmanien ist ein wahres Natur- und Wanderparadies. Fast ein Drittel der Insel steht unter Naturschutz, große Teile wurden von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt.

Das bekannteste Naturschutzgebiet, der Cradle Mountain – Lake St. Clair National Park, lässt sich auf zahlreichen Wanderwegen erkunden. Aber aufgepasst: Im Park regnet es an ca. 300 Tagen im Jahr!

Unbedingt anschauen sollte man sich im Südwesten den Mt. Field N.P. mit den malerischen Russel Falls. Nachts sieht man hier eine riesige Glühwürmchenkolonie. Der sonnenverwöhnte Freycinet N.P. im Osten des Landes zählt mit seinen herrlichen Stränden, Wanderwegen und den mächtigen Granatgipfeln zu den schönsten Landschaften Tasmaniens. Besonderes Highlight ist die Wineglass Bay mit strahlend weißem Sand und blau schimmerndem Wasser. Doch wenn das Wasser noch so sehr zum Baden lockt – die subantarktischen Wassertemperaturen sind eher etwas für Hartgesottene.

„Die Reise sollte man sich am besten von einem spezialisierten Reisebüro den Bedürfnissen entsprechend zusammenstellen lassen oder selber das Internet nutzen“, so Sabine Ewald.

Die Tasman Peninsula bietet einen interessanten Einblick in die Historie Tasmaniens als Gefängnisinsel. Die Ruinen des Gefängnisses Port Arthur sind heute ein Freilichtmuseum und das meistbesuchte Touristenziel. Außerdem gibt der Tasmanien Devil Park die Möglichkeit, aus der Nähe etwas über das Wappentier der Tasmanier zu erfahren, z.B. dass es mit dem Comicmonster von Warner Brothers nur wenig Ähnlichkeit hat.
Das Fazit der Reise von Sabine Ewald: „Wer den langen Anreiseweg nicht scheut und das ,Outdoor-Abenteuer‘ sucht, wird in
Tasmanien noch ein kleines Paradies vorfinden.“