Tortour de Ruhr & Ruhrmarathon 2004

640 Kilometer von Bochum nach München, 260 Kilometer durch die marokkanische Wüste, zehn Marathonstrecken innerhalb von elf Tagen und das alles zu Fuß. Wer sich solchen Strapazen unterzieht, muss nicht nur körperlich fit sondern auch ein wenig verrückt sein.

Dem widersprechen die beiden Extremläufer Lan Demiri und Holger Schipper nicht. Doch die beiden Freunde haben einen ganz besonderen Antrieb: Sie stellen ihr Können in den Dienst einer guten Sache. Frei nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ entwickelten die Bochumer die Idee, ihr sportliches Hobby mit sozialem Engagement zu verbinden und funktionierten ihre Laufaktivitäten kurzerhand in „Spendenläufe“ um. Die Initiativen „Ärzte ohne Grenzen“ und „lnterplast“ profitierten zuletzt davon. In diesem Jahr geht der Erlös an die ge-meinnützige Stiftung „Kinderzentrum Ruhrgebiet“ und die Aktion „Lichtblicke“. Das soziale Ziel der beiden Ultra-Marathonläufer ist dabei so ehrgeizig wie das sportliche: 30.000 Euro wollen sie mit ihrer dritten Extremtour einspielen. Jeder zurückgelegte Kilometer soll an Spender und Sponsoren verkauft werden. Als wirtschaftlich starke Partner stehen den beiden Bochumern neben der Mediengruppe Blömeke auch GEA Happel Klimatechnik zur Seite, nach denen auch einzelne Läufe benannt sind. So findet zum Beispiel am Sonntag, dem 25. April, der Blömeke-Lauf statt.

Innerhalb von elf Tagen will das Duo aus Bochum zehn Marathonläufe absolvieren und dabei über 400 Kilometer hinter sich bringen. Kein Wunder, dass die beiden Laufverrückten die geplante Strecke kreuz und quer durch ihre Heimatregion „Tortour de Ruhr“ getauft haben. Der Weg führt sie vom 21. April bis zum 1. Mai 2004 entlang der Route der Industriekultur, vorbei an 16 von insgesamt 25 Ankerpunkten wie die Jahrhunderthalle in Bochum, die Zeche Zollverein in Essen oder das Schiffshebewerk Henrichenburg. Für weitere Abwechslung wird außerdem die vom Kommunalverband Ruhrgebiet ausgearbeitete Streckenführung sorgen. Ein Start erfolgt beispielsweise unter Tage in einem Stollen der Zeche Nachtigall. Hoch hinaus geht es dagegen bei einem Abstecher auf den Oberhausener Gasometer.

Während Holger Schipper und Lan Demiri neun der zehn Marathonläufe wohl nur mit wenig (Lauf)Begleitung absolvieren, wird der 2. Karstadt RuhrMarathon inmitten tausender Laufbegeisterter ein ganz besonderes Erlebnis für das Bochumer Duo. Bereits bei seiner Premiere im Mai 2003 schaffte der Karstadt RuhrMarathon mit 17 804 Teilnehmern den Sprung auf Platz vier der deutschen Marathonläufe. Für die Neuauflage des Karstadt RuhrMarathons am 25. April 2004 erwarten die Veranstalter weit über 20 000 Teilnehmer, die als Läufer oder Skater in den Disziplinen Marathon, Halbmarathon oder Fun Run starten.

Der größte Punkt-zu-Punkt-Marathon Deutschlands führt in diesem Jahr auf einer wesentlich flacheren Strecke als im Vorjahr durch fünf Städte des Ruhrgebiets: von Dortmund über Bochum, Herne und Gelsenkirchen bis nach Essen; vorbei an unzähligen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Zeche Zollern in Dortmund, des Bergbaumuseum in Bochum und den Wissenschaftspark Rheinelbe.

Bei Kilometer 10 erwartet die Läufer und Skater ein einzigartiges Streckenhighlight: Dort, wo sonst Walzen und Pressen die riesige Halle des Opel-Presswerkes mit Lärm und Hitze füllen, werden tausende Marathonis die 350 Meter lange und 20 Meter hohe Werkshalle zu den Klängen klassischer Musik einmal komplett durchlaufen.

Allen, die jetzt mit dem Gedanken spielen, sich der großen Herausforderung zu stellen oder denjenigen, die noch ein bisschen mehr über den 2. Karstadt RuhrMarathon wissen möchten, sei www.karstadt-ruhrmarathon.de empfohlen.
Und wer sich für die „Tortour de Ruhr“ interessiert, findet Infos zu dem Projekt unter www.marathonspende.de Wer die Aktion unterstützen möchte: Spendenkonto Sparkasse Bochum, Stichwort „Spendenlauf“, BLZ 430 500 01, Kto.-Nr. 145 99 99.