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Schnell und glänzend
Infrarot-Lackierung in der Druckmaschine
Veredelung oder partielle Lackierung
auffälliger Glanz- oder Mattgrad in Broschüren
ist aktuell im Trend wie nie zuvor. Für die Verwirklichung
stehen mehrere Verfahren zur Verfügung, die sich in puncto
Verarbeitungszeit und Kosten erheblich unterscheiden. Eine interessante
Möglichkeit ist die Infrarot-Lackierung im separaten Lackwerk.
Als klassische Veredelung von hochwertigen Broschüren ist
die partielle oder vollflächige Lackierung nicht mehr wegzudenken.
Sie gibt dem Druckerzeugnis das gewisse Etwas, sei es für
die Erzielung zusätzlicher Effekte mit einem besonders hohen
Glanz- oder Mattgrad bzw. als reiner Schutzlack über den
eigentlichen Druckfarben.
Der Glanzgrad hält
nicht nur einem Vergleich mit der UV-Lackierung stand, sondern
die Kosten werden durch die Lackierung zusammen mit dem Druck,
also ohne separaten Druckgang, erheblich gesenkt.
Als klassisches Verfahren gilt
die UV-Lackie-rung, die zwar einen sehr hohen Glanzgrad erzielen
kann, wegen der relativ hohen Kosten jedoch mehr als fraglich
ist. Die schnelle und umweltschonende Alternative dazu ist die
Lackierung mit Dispersionslack am besten mit einem eigenen
Lackwerk direkt in der Druckmaschine sowie der ebenfalls integrierten
Infrarot-Trocknung. Hier wird beispielsweise in unseren
Druckmaschinen fünffarbig auf fünf Druckwerken gearbeitet.
Zusätzlich läuft als sechstes Druckwerk das Lackwerk,
mit dem die gedruckten Seiten direkt an den gewünschten Flächen
lackiert werden, so Hans Kowalik, Betriebsleiter Druck beim
Medienhaus Blömeke.
Möglich ist natürlich auch die Lackierung über
eines der Druckwerke, doch werden hier niemals die Glanzgrade
erreicht wie über ein separates Lackwerk mit Dispersionslackierung.
Vielfach wird eine Auflage gedruckt und anschließend an
ein Spezialunternehmen geliefert, das dann die Lackie-
rung übernimmt. Der Nachteil in puncto Kosten und Zeit liegt
dabei auf der Hand.
Zusätzlich hat der Kunde beim Andruck niemals die direkte
Kontrolle über das tatsächliche Endprodukt. Bei einer
Fünf-Farben-Maschine mit separatem Lackwerk sieht der Kunde
sein bestelltes Druckprodukt sofort.
Wie umfangreich dennoch das Know-how und die Feinabstimmung für
qualitativ hochwertige Lackierungen sein muss, erläutert
Christian Rump, Geschäftsführer im Medienhaus Blömeke:
Abhängig vom Glanzgrad, dem Papier und den klimatischen
Bedingungen muss die Trocknungszeit sehr genau eingeschätzt
werden können. Der Lack kann sich bereits völlig trocken
anfühlen und auch druckunemp-findlich sein in der
Verarbeitung klebt der Lack unter dem hohen Druck der Schneidemaschinen
jedoch wieder. Deswegen sollten diese Arbeiten nur von erfahrenem
Personal und Unternehmen durchgeführt werden.
Vollflächiger Schutzlack, matt oder glänzend, ermöglicht
eine sofortige Weiterverarbeitung nach dem Druck. Gegenüber
der partiellen Lackierung sind die Lacke innerhalb weniger Minuten
nach dem Druck trocken. Bei dem heutigen Termindruck kann diese
Art der Veredelung ein erheblicher Wettbewerbsvorteil sein.
<Stand:
8. September, 2001 >
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