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Prägen
nuten stanzen
Papier eine Form geben
und es für die Weiterverarbeitung so vor zu bereiten, dass
Qualitätsmängel ausgeschlossen werden. Alte Buchdrucktechniken
sind auch im digitalen Zeitalter gefragt.
Heidelberger Zylinder
oder Tiegel das klingt wie eine Reminiszenz an längst
vergangene Buchdruckzeiten. Vielen Branchenkennern sind die zahlreichen
Möglichkeiten der Handwerkskunst mit diesen Maschinen noch
geläufig. Ist der Einsatz von Buchdruckmaschinen in der Zeit
von CTP, Offsetdruck und digitalem Datentransfer ein Relikt aus
einer vergangenen Epoche? Keinesfalls, weiß
Rolf Meina von der Mediengruppe Blömeke.
Sehr viele Druckaufträge können nur durch den Einsatz
von Nut-, Perforier- oder Stanz-Arbeiten den gewünschten
Qualitätsstandard erhalten, ganz zu schweigen von der optischen
Darstellung eines z.B. gestanzten oder genuteten Geschäftsberichtes.
GESTANZT
werden Karten, Mappen und
Aufkleber in unterschiedlicher Form. Durch den modernen Stanzenformbau,
bei dem mit Lasertechnik fast jede Form der Stanzung möglich
ist, erhält der Buchdrucker ein Stanzwerkzeug. Diese Stanzform
wird in die entsprechenden Buchdruckmaschine eingespannt und der
Druckbogen wird mit tonnenschwerem Druck über die Stanzform
gepresst und erhält so die gewünschte Form.
GENUTET
werden alle Kartonagen
bzw. Papiere ab einer Stärke von 170 g/qm. Hierbei wird eine
Nutform erstellt, in die Buchdruckmaschine eingespannt und der
Bogen wird von der Rückseite, das heißt hinter der
Falzkante, genutet. Das Papier bzw. der Karton bricht nun beim
Falzen nicht so stark. Dieser Effekt ist besonders bei durchlaufenden,
dunklen Flächen und Bildern zu beobachten.
Präsentationsmappen
sind ein gutes Beispiel, hier findet man oft eine Variante aus
Stanz- und Nutelementen.
PRÄGUNG
wird mittels eines Messing-Prägestempels
erreicht. Der Karton wird mit starkem Druck auf den Prägestempel
gedrückt und erhält so eine erhabene Stelle. Dieses
wird sehr häufig in Kombination mit einer Spott-Lackierung
eingesetzt um den Schriftzug oder einem Bild den besonderen Effekt
zu geben.
Fazit: Veredelte Druckaufträge
fallen auf und heben sich von anderen Druckerzeugnissen ab. Mit
dem Nuten, Stanzen, Prägen und Perforieren von Druckerzeugnissen
kann man mit relativ geringen Kosten eine erhebliche Verbesserung
erreichen.
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