Ein Nebenprodukt – sinnvoll genutzt:
Die Cip-3-Technologie

Computer to plate – kurz CTP – wird das Verfahren bezeichnet, mit dem die traditionelle Filmbelichtung und damit andere Arbeitsschritte überflüssig geworden sind. Die Daten werden digital von der Vorstufe über das Ausschießprogramm direkt zur Druckplattenbelichtung geschickt. Bei diesem Datenversand entsteht durch das Programm ein Nebenprodukt, das, sinnvoll eingesetzt, weitere Arbeitsschritte ersparen kann und gleichzeitig die Qualität erhöht: die Cip-3-Technologie.

Bei der Ausgabe digitaler Daten direkt an den Plattenbelichter entsteht neben der Platte eine zusätzliche Information, die Auskünfte über Passgenauigkeit, Farbeinstellung, Papierformat, Falzart usw. aussagt. Diese Daten bilden die Grundlage der Cip-3-Technologie. Hierdurch erhält die Druck-Produktionsmaschine Steuerinformationen, die bei konventionellen Verfahren noch zeitaufwendig per Hand eingestellt werden müssen. Gleichzeitig steigt durch diese genormten Daten die Qualität des fertigen Druckwerks. Die Farben werden in 95 % der Fälle so genau wiedergegeben, dass eine nachträgliche Korrektur von Farbwerten nicht mehr nötig ist. Das heißt konkret: Weniger Zeitaufwand, geringere Kosten und bessere Qualität.

Gleichzeitig bietet CTP in Verbindung mit der Cip-3-Technologie die Möglichkeit, statt eines gewöhnlichen 60er-Rasters (60 Linien pro cm) auch einen 80er- bzw. 100er-Raster zu drucken. „Durch die höhere Auflösung entsteht eine bessere Qualität“, so Guido Kenkmann, Betriebsleiter Satz im Medienhaus Blömeke. „Wir führen als Standard einen 80er-Raster durch, ohne dass der Kunde dadurch Mehrkosten hat.“

Ziel der optimal eingesetzten Cip-3-Technologie ist eine Standardisierung der Druckaufträge

Alle einzelnen digitalen Schritte (Einstellung) werden optimiert, damit ein Druckprodukt von der Vorstufe bis zur Verarbeitung aufgrund von voreingestellten Parametern produziert werden kann.
Alle Einstellungen, die von diesen Parametern abweichen, müssen von Fachkräften korrigiert bzw. von den verantwortlichen Abteilungsleitern genehmigt werden. Die Druckqualität wird immer beim Drucker liegen. Er muss entscheiden, ob die Voreinstellung über die Cip-3-Technologie dem Qualitätsstandard entspricht.

Es kann aber vorkommen, dass besondere Einflüsse (Papierqualität, Raumtemperatur bzw. Luftfeuchtigkeit usw.) zu Korrekturen der voreingestellten Parameter führen. Hier sind Drucker, Mediengestalter, Buchbinder etc. mit ihrer Erfahrung und dem „geschulten Auge“ unverzichtbar.

<Stand: 8. September, 2001>



Hier finden Sie den aktuellen Artikel im PDF-Format:

Cip_3.pdf

Guido Kenkmann
Telefon
02325.929750
Telefax
02325.929740
g.kenkmann@
bloemeke-druck.de