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Typografie
gestern und heute
Haben Sie auch schon einmal
einen Slogan in einer Anzeige gesehen und wussten schon
bevor Sie das Markenzeichen entdeckt hatten welches Unternehmen
hier Werbung betreibt? Daimler-Chrysler, Beiersdorf etc. Unternehmen,
die die Macht der typografischen Gestaltung nicht nur verstanden,
sondern auch perfekt in ihre Marketingstrategien eingebaut haben.
Adrian Frutiger, Hermann Zapf, Nevil Brody die Liste berühmter
Typografen ist schier unendlich lang. Heute zählt ein Standard-Repertoire
von Schriften zu jeder Betriebssystem- und Software-Basisausstattung.
Dadurch steigt die Zahl der auf einem PC oder Macintosh-Rechner
verfügbaren Fonts schnell an. Die meisten Schriften davon
werden jedoch nie zum Einsatz kommen. Allenfalls ein paar selbst
ernannte Designer verknüpfen möglichst viele Typografien
zu einer unübersichtlichen Mischung. Otto Normalverbraucher
sucht sich höchstens bei der Gestaltung der Einladungskarte
zur nächsten Familienfeier ein paar ausgefallene Fonts heraus.
Was eigentlich ist Typografie? Der Begriff leitet sich aus dem
altgriechischen Wortschatz ab in dem das Wort Typos
für geprägt oder Form und der
Begriff Graphein für schreiben steht.
Letztendlich lautet die Übersetzung: Arbeiten mit Schrift.
Heute versteht man unter Typografie das Arbeiten mit Schrift und
freiem Raum. Das Ergebnis der typografischen Gestaltung dient
der einfachen Informationsaufnahme für den Betrachter. Typografie
ist daher ein Werkzeug. Notwendig für die Handhabung der
Typografie ist jedoch Gefühl entweder
man hat es oder man hat es nicht. Ein Gefühl für Typografie
entwickeln? Dieser Prozess ist schwierig und erfordert Begabung
und unendlich viel Übung.
Die Typografie ist eine sehr alte Kunst bzw. Technik. Kunstvoll
in Abteien gemalte Buchstaben für Abschriften der Bibel.
Hochwertig gestaltete Elemente, die verschlungen ineinander laufen
und nur den Mächtigen - d.h. der gebildeten Schicht
den Zugang zur Information erlaubten. DIe Typografie hat dementsprechend
in den Kulturkreisen der Welt unterschiedlich schnelle und intensive
Entwicklung hinter sich. So grundsätzlich verschieden wie
Währungs- und Maßeinheiten in diesen Kulturen sind,
so vielfältig hat sich auch das typografische System entwickelt.
Heute ist die Typografie weniger Kunst sondern eher ein
Gebrauchsgegenstand geworden ein Gestaltungsmittel, mit
dem die professionelle Wirkung von Broschüren, Prospekten,
Geschäftsberichten oder Preislisten und technischen Dokumentationen
unterstützt werden soll. Typografie kann Lebensstile und
Zeitgeist repräsentieren. Erinnern Sie sich noch an die typisch
verspielten, runden, ausladenden Schriften der 70er Jahre? Oder
die technisch geprägten Typografien auf der Basis von elektronischen
Sieben-Segment-Anzeigen in den 80ern?
Vielfach werden heute mehrere Typografien in einem Dokument gemischt.
Zwar kann dieses Vorgehen einen Text durchaus beleben. Jedoch
kommt hier wieder das Gefühl für Fonts ins Spiel: Bleibt
man dabei nicht in einer Schriftfamilie können schnell Fehler
passieren. Der sicherste Weg ist die Beschränkung auf zwei
Schriftfamilien.
Im Medienhaus Blömeke
arbeiten 17 Experten, die nicht nur die entsprechende Ausbildung
und Erfahrung, sondern auch das notwendige Gefühl für
den Umgang mit der bildlichen Darstellung von Worten haben und
entsprechende Unterstützung geben können.
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