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Das
Düsseldorfer Kom(m)ödchen
Fast
jeder in NRW kennt dieses denkwürdige Möbelstück
das Düsseldorfer Kom(m)ödchen. Premiere am 29.
März 1947, bis heute 68 Programme, Gastspiele im deutschsprachigen
Ausland, den USA, Niederlanden und Großbritannien. Bis heute
ging der Erfolgsweg des Kom(m)ödchens steil nach oben.
Die Geschichte dieses Möbels beginnt im Zweiten
Weltkrieg. Ein Student der Hochschule für Politik schwänzt
sein arabisches Seminar, eine Studentin der Geschichte lässt
ein Kolleg ausfallen. Beide finden sich stattdessen in einer Vorlesung
über Publizistik in den USA wieder. Beide lernen
sich kennen und heiraten wenig später. Ohne je vorher ein
politischliterarisches Kabarett gesehen zu haben, gründen
Kay und Lore Lorentz eines und nennen es das Kom(m)ödchen.
Der Erfolg war überwältigend. Der Platz wurde bald zu
klein, die Stadt Düsseldorf bot den Initiatoren Räume
in der neu erbauten Kunsthalle an.
Am 23. April 1967 begann die Vorstellung zum Programm 20
Jahre Kassandra wie gewohnt im alten Theater an der Hunsrückenstraße.
Vor der Pause wurden die Gäste gebeten, Requisiten und Teile
des Bühnenbildes in das neue Theater zu tragen. So wurde
selbst der Umzug zu einem Fest.
Kay und Lore Lorentz fingen immer wieder von vorne an so
auch 1983, als sich Lore Lorentz entschloss, nur noch solistisch
aufzutreten. Kay Lorentz begann ein neues Kom(m)ödchen aufzubauen.
Lore Lorentz Pläne für ein sechstes Solo-Programm
wurden durch den Tod von Ehemann Kay zunichte gemacht. Sie übernahm
die künstlerische Leitung des Kom(m)ödchens und widmete
sich ganz dem Ensemble. Mit Verfassungslos
dem 60. Programm feierte sie im September 1993 erfolgreich
Premiere. Am 22.2.1994 starb Lore Lorentz bereits in der
Herbstspielzeit 1993 hatte sie jedoch ihrem Sohn Kay Sebastian
die Geschäftsführung anvertraut.
Kay S. Lorentz gelang ein beeindruckender Neuanfang und der Start
in eine neue Ära neu und doch ganz im Sinne der Gründer.
1997 feiert das Kom(m)ödchen seinen 50sten Geburtstag. 50
Kabarettisten treten in 50 Wochen auf. Die gesamte Kabarettprominenz
gibt sich die Ehre teilweise mit eigens erstellten Programmen.
Inzwischen hat die Stadt Düsseldorf den öffentlichen
Platz vor dem Theater in Kay-und-Lore-Lorentz-Platz
umbenannt. Auch eine städtische Kollegschule trägt heute
den Namen Lore- Lorentz-Schule. Aus den Kom(m)ödchen-Ensembles
sind viele bekannte Namen hervorgegangen: Thomas Freitag, Harald
Schmidt, Hugo Egon Balder, Volker Pispers, Michael Quast, Anka
Zink, um nur einige zu nennen. Heute beeindruckt der aktuelle
Spielplan mit Vielfalt und interessanten, vielfältigen Programmen
und Darstellern.
Das derzeitige Programm strotzt vor Vielfalt und kann im Internet
unter www.kommoedchen.de
eingesehen werden. Die Theaterkasse ist von Montag bis Samstag
von 11.30 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet. Das Theater-Foyer-Café
ist an Vorstellungstagen ab 18 Uhr geöffnet. Der Einlass
zu den Vorstellungen ist jeweils 30 min vor Vorstellungsbeginn.
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