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Voilà
Viola
Fünf Engel im Gasometer Oberhausen
Videokunst
sie versteckt sich nicht selten in kleinen, abgedunkelten
Kabinen am Rande größerer Ausstellungsflächen,
doch mit fortschreitender Entwicklung immer leistungsstärkerer
Beamer erobert sich auch diese Kunstsparte neue Räume. Im
Gasometer Oberhausen hat sie momentan mit Bill Violas Five
Angels for the Millennium einen neuen Höhepunkt erreicht.
Der 52-jährige Amerikaner Bill Viola arbeitet bereits seit
über 30 Jahren mit dem Medium Video und gilt als Pionier
der Videokunst. In seinen Arbeiten beschäftigt sich Viola
mit spirituellen Übergängen wie Geburt und Tod, richtet
sein Augenmerk vornehmlich auf meditative Schwebezustände,
nutzt die scheinbare Schwerelosigkeit unter Wasser oder aber Bewegungsabläufe
in Super-Zeitlupe und Rückwärtsprojektion.
Auf diese Elemente stößt auch, wer sich momentan in
den Gasometer Oberhausen begibt. Der Besucherzustrom von fast
3.500 Neugierigen allein am Eröffnungswochenende beweist,
dass auch das Ruhrgebiet ein offenes Auge für Videokunst
hat.
Doch was erwartet den Besucher des Gasometers nun genau? Zunächst
einmal Dunkelheit. Unsicher tastend erobern sich die Füße
den fremden Raum, nur langsam beginnen die Augen, die Dimensionen
des Gasometers zu erfassen. Erste Konturen anderer Besucher tauchen
auf, mit in den Nacken gelegten Köpfen oder lang auf dem
Boden ausgestreckt. Denn was es hier zu sehen gibt, befindet sich
weit über den Köpfen des Betrachters. Man blickt nach
oben und schon taucht man ein in die phantastischen Bildwelten
Violas. Und Eintauchen ist die einzig wahre Beschreibung
dieses Erlebnisses. Im gewaltigen Rund des Gasometers befinden
sich fünf Video-Projektionen, jede von ihnen in einer Größe
von 11 x 15 Metern. Die fünf Video-sequenzen zeigen einen
Mann, der in ein Wasserbecken gezogen wird. Größe ist
sicher nicht alles, doch diese Dimensionen der Video-Arbeiten
von Bill Viola sind beeindruckend und sehenswert.
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