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Typo
2004/Alessio Leonardi:
Von
der Kuh zur Schreibmaschine: die (wahre) Geschichte der Schrift
Alessio Leonardi erzählte die Geschichte der Schrift gleich
dreimal. Einmal aus der Perspektive von Religionen, dann in der
Interpretation der Wissenschaft und schließlich aus seiner
eigenen Überzeugung heraus.
Nach Aussage der Religionen hat Gott den Menschen die Schrift
geschenkt. Doch warum hat Gott das getan? Er als Italiener könne
nur auf den christlichen (und jüdischen) Gott eingehen und
starte daher im Paradies mit Adam und Eva. Anders als Gott es
sich vorgestellt habe, amüsierten sich die Menschen ganz
gut ohne ihn, was diesen auf die Idee brachte, einen Vertrag mit
ihnen auszuhandeln, in dem u.a. festgelegt sei, dass sie ihn lieben
und ehren sollen. Damit die Menschen dies nicht vergessen könnten,
bot der Teufel Gott die Schrift an. Gott sei begeistert von dieser
Idee gewesen. Allerdings hätten die Menschen dann festgestellt,
dass sie die Schrift auch gegen Gott verwenden könnten, z.B.
um damit seine fehlende Existenz nachzuweisen oder aber bestimmte
Phänomene wissenschaftlich ohne Gott erklären zu können.
In Bezug auf die wissenschaftliche Sichtweise der Geschichte der
Schrift will Leonardi auch hier klären, warum sich die Schrift
entwickelt hat. Eine Erklärung sei die, dass die Menschen
die Schrift als eine Art Geheimsprache benutzten, um mit Gott
zu kommunizieren. Demnach sei es auch logisch, dass nur die Priester,
wie z.B. im alten Ägypten, schreiben konnten und ihr Wissen
auch nicht teilen wollten. Eine andere Erklärung erschien
Leonardi aber auch denkbar. Diese besagte, dass alle Menschen
ihre Gene weitergeben wollen. Da nicht jeder (Mann) stark, sportlich
oder attraktiv ist, erfanden die schwächeren Exemplare die
Schrift, um die Angebetete mit Poesie zu erfreuen.
Ein interessanter Exkurs in den Ausführungen Leonardi zielt
auf die zeitliche Entwicklung der Schrift. Benutzten die Ägypter
noch ein riesiges Reservoir an Zeichen, entwickelten die Phönizier
die Alphabetschrift mit einer begrenzten Anzahl an Buchstaben.
Diese wurde von den Griechen noch leicht verändert und zeichnet
sich u.a. auch durch einen Unterschied zum semitischen Alphabet
aus, das keine Vokale verwendet. Im Mittelalter bewahrten Mönche
die Schrift vor dem Aussterben, indem sie Bücher schrieben
und kopierten. Diese verschiedenen Handschriften und regionalen
Unterschiede machten die Schriften sehr schlecht lesbar.
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